Das Herzensprojekt!

Mein Buch “ Im Dialog mit Nelli“

Nachfolgend findet Ihr eine kleine Leseprobe. Viel Spass damit.

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https://tredition.de/autoren/claudia-mosebach-27717/im-dialog-mit-nelli-paperback-117815/

Leseprobe:

Persönliches: Das bin ich. (links im Bild)  Mit einem Freund von damals. Seitdem ist viel geschehen.
Leben vor allen Dingen.

Und nun sitze ich hier und haue in die Tasten!
Versuche das Nelli-Prinzip® in Worte zu fassen. Keine reine Reitlehre und doch eine Möglichkeit reiterlich weiterzukommen. Das Nelli-Prinzip® steht vor allem dafür, zurück in die eigene Kraft, das eigene Gefühl zu kommen

Ein Buch schreiben..
Ach Du meine Güte. Wenn das so einfach wäre. Wo fang ich an, wo hör ich auf, was pack ich in die Mitte? Warum sollte doch auch ausgerechnet ich ein Buch schreiben? Es gibt doch schon so viele  Bücher. Lustige, Leise, Laute, Gute, Schlechte, mit Bildern, ohne Bilder. Ratgeber und Ratnehmer. Aber irgendetwas in mir drängt. Drängt mich, eine Geschichte aufzuschreiben, meine Geschichte. Nelli`s Geschichte. Unsere Geschichte. Meine Sichtweise der Geschichte … Dass es schlussendlich gut ist, wie es ist und der Weg in die eigene Freiheit in einem selbst liegt. Dass es als Mensch mit „anderer“ Wahrnehmung schwer war, und manchmal noch ist, in einer Welt voll Normen und Ansprüche der „normalen Gesellschaft“ klarzukommen. Dass gut funktionieren und perfekt angepasst sein, Leistung bringen über allem stand. Dass es mich dadurch fast zerbrochen hätte. Ich rebelliert habe, um wieder und wieder nachzugeben und mich gefügt habe. Vorerst. In die Scheinwelt dessen, in dem ich aufgewachsen bin. Menschenansammlungen, Lautstärke, all das sind Horrorszenarien für mich. Mit hochfeinen Antennen ausgestattet, die mich manchmal in den Wahnsinn getrieben haben. Da ich alles um mich herum, jede kleinste Schwingung fühle. Früher dachte ich immer, das muss doch allen so gehen. Heute weiß ich, tut es nicht. Hineingeboren in eine Unternehmerfamilie, in der eins zählte..
Und Zwar, den Schein zu wahren, zu funktionieren und kontrolliert sein. Also habe ich gelernt, mich auszublenden, nur noch das zu tun, was erwartet wurde.
Frei.. Glücklich…
Dies war ich nur bei meinen Tieren. Die mich bedingungslos verstanden und emotional getragen, haben. Die mir aber auch deutlich
gezeigt haben, wann ich eine Grenze überschreite und mich verliere.

Diese Lebensgeschichte hat den Grundstein für mein heutiges Leben und meine Berufung gelegt. Heute bin ich dankbar und glücklich, mir diese Fähigkeiten bewahrt zu haben. Niemals aufgegeben zu haben.
Jede einzelne meiner kuriosen Stationen und Lebenssituationen hat, rückblickend, eine grosse
gute Bedeutung. Jedem Menschen, der mir begegnet ist, bin ich heute dankbar. Dafür, dass Er/Sie mich wieder ein Stück voran
gebracht hat. Voran zu mir. In meine Kraft. …
Nun stehe, respektive sitze , ich hier und resümiere vor mich hin. Schmunzele vor mich hin und heule vor mich hin. Und bevor ich zu pathetisch werde (ich neige dazu..) lade ich Euch ein, mir in mein Leben zu folgen und Nelli kennenzulernen.
Vor Nelli gab es viele sogenannte „schwierige“  Pferde in meinem Leben. Die bei und mit mit mir nie in irgendeiner Art und Weise Probleme gemacht haben die mich für einige Zeit begleitet haben und dann wieder aus meinem Leben verschwunden sind…
Gelernt habe ich durch sie, das es für jeden einen ganz individuellen besonderen Weg gibt. Der nie nur eine Einbahnstraße ist. Das man über sich hinauswachsen kann, alte Muster über Bord werfen und das Leben genießen kann. Das das Leben einem immer das schenkt,
was der einzelne gerade braucht. Und in Erwartung stellt, seinen alten Mustern gemäß. Klingt komisch? Isses nicht! Um mich zu befreien, bin ich geflüchtet. In andere Länder, an andere Orte. Und wisst Ihr was kurios ist? Mich haben alle Probleme immer wieder eingeholt.
Egal wo ich war. Die Lebenslektion lautet, erst wenn in mir Frieden ist, ich meine Mitte (oder was auch immer mich erdet) gefunden habe. Dann wird es leichter. Immer noch, natürlich, mit Höhen und Tiefen. Bis dahin ist es eine Achterbahnfahrt. Ich habe immer wieder ziemlich treffsicher Menschen gefunden, die alte Wunden aufreißen und mich bestätigt haben. Dass ich es nicht wert bin. Und mich noch mehr anstrengen muss! Um zu bestehen und gut zu sein. Die Kraft aus mir gezogen haben, um dann irgendwann von dannen zu ziehen. Allerdings nicht ohne um sich zu schlagen. Und ich mich natürlich schuldig und schlecht gefühlt habe..

Und was das jetzt mit Pferden zu tun hat?
Alles – Und nichts.
Durch die Pferde habe ich es geschafft, mich nicht ganz zu verlieren. Habe den Mut gehabt, weiterzumachen, auch wenn es, gefühlt
aussichtslos war, weil schon wieder ein altes Lebensmuster mir einen Fallstrick gedreht hat.  Immer wieder waren in den verschiedenen
Lebens- und Entwicklungsstadien besondere Pferde an meiner Seite. Manche sehr lange, manche nur ganz kurz. Aber immer sehr intensiv. Mit jedem dieser besonderen Begleiter verband mich eine innige Beziehung. Rückblickend behaupte ich, wir haben uns gegenseitig geheilt und sind aneinander gewachsen. Danke auch an all die anderen Pferde, die „mal hereingeschaut“ haben. Als Korrektur- und Berittpferde. Zudem hatte ich das Glück von großartigen Reitern und Pferdemenschen zu lernen. So kam zu meiner Intuition, eine Fülle an Fachwissen.
Mein genauer Werdegang ist mehr als komplex und rückblickend, wie sagt man so schön? Voll krass! Interessanterweise habe ich das nie so empfunden. Für mich war das nie „krass“ , sondern ich dachte das muss so sein. Das geht jedem so.
Ich habe eine Möglichkeit entwickelt den Schüler alleine über das Fühlen in das Bewusstsein für seinen Körper zu bringen. ohne verkopfende Kommandos.  Meine unendliche, nie versiegende Neugier treibt mich weiter an. Um das Verständnis zwischen Mensch und Pferd fühlbar zu machen. Ohne App. Ohne Webinar,  sondern so ganz analog. Mit der Hand im Fell und dem Hintern im Sattel.
Ein Lächeln im Gesicht und ganz viel Spaß! Soweit so gut. Also was ist denn dann nun mit Nelli und Co?…
Es gibt unzählige Reitlehren, Ausbildungsphilosophien, tiefgründige, hochkomplexe und damit oft leider auch komplizierte. Ansichten und Methoden, unzähliges Zubehör OHNE das es „gar nicht klappen kann“. Da werden Wunderhalfter, einzigartige Sticks , unvergleichlichen Gerten mit „eingebauter Piaffe“ vermarktet und noch vieles mehr. Für mich viel wichtiger ist der Mensch. – Im Dialog mit dem Partner Pferd. In diesem Dialog werden keine Vorgaben gemacht, wie etwas geschehen muss. Sondern gefühlt, gewartet und individuell gehandelt und reagiert.  …

Zu diesem Weg gehört Selbstreflektion, etwas Mut und eine große Prise Humor. Wer dazu bereit ist, dem öffnen sich Herzen, der lernt sich ganz neu kennen, und es eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Ob mit oder ohne Pferd.
Ein ganz wichtiger Hinweis noch in eigener Sache: Ich stelle in keiner Weise die klassische Ausbildung des Reitpferdes in Frage. Egal in
welchen Sätteln. Gesund erhaltend, logisch und leicht für beide Seiten soll es sein. Gemäß der Ausbildungsskala.
Ein Wanderer zwischen den Welten zu sein erfordert Durchhaltevermögen!
Vor allem, wenn man seinen eigenen wahren Wert nicht erkennt. Nur zu gern steckt der Mensch alles in Schachteln und Schubladen. Konform und angepasst. Wo bleibt da oft das Verständnis für das Pferd und seine Verhaltensweisen? Geschweige denn Verständnis für den Menschen und seine unerklärliche Verhaltensweisen und Gefühle. Pferde müssen, genau wie wir, wenn sie motiviert und leistungsbereit sein sollen, möglichst artgerecht leben. Verstanden werden. Denn nur wer glücklich und gesund ist (beides geht übrigens meiner Meinung nach Hand in Hand) kann gesund hohe Leistung bringen. So schließt sich der Kreis. Als Ausbilder bin ich immer wieder gefragt worden, nach was oder Wem arbeitest Du denn? Da ich, immer schon, NICHT NACH etwas oder wem arbeite, sondern neben einem immer breiter werdenden Fachwissen durch Fortbildung und nie versiegende Neugier, gepaart mit einem Blick über den Tellerrand, vor allem aus dem Gefühl heraus agiere, wusste ich nie so richtig was ich antworten kann. Immer schon erfühle ich die Gefühle der Pferde als meine eigenen. Somit fühle und finde ichindividuelle Lösungsansätze.Ich hatte das Glück, die für mich besten zwei- und vierbeinigen Lehrer der Welt zu haben! Und bis heute bilde ich mich fort, suche, verstehe, stelle in Frage und fühle.
Doch wie erklärt man Gefühl, Energie,
Schwingungen? Intuition?
Alles ist Energie! Um uns herum. In uns her-innen.
Schwingungen.
Energie bewegt.
Energie lähmt.
Energie belebt.
Das Gefühl und die Gewissheit, in diesem Moment braucht mein Gegenüber diese Reaktion von mir.Im nächsten Moment agiere ich, um meinem Gegenüber zu helfen, um im geschützten Rahmen eigenverantwortlich zu wachsen und neue Möglichkeiten zu finden.
(ja, auch Pferde können eine Eigenverantwortung übernehmen, wenn sie die Chance dazu haben)
Das manchmal, nein meistens, das Pferd die Bedürfnisse des Menschen spiegelt? Und umgekehrt. Das es aus meiner Sicht nicht reicht
die Symptome zu behandeln. Also Methoden und Konditionierung anzuwenden. Nur das Pferd in den Fokus zu stellen.
Das die Grenzen fließend sind. Das Vertrauen, der Wunsch nach Sicherheit, Respekt und Wertschätzung bei beiden Spezies eine
Schlüsselrolle spielt.
Das Nelli`s ( Der Einfachheit halber nehme ich  Nelli als Stellvertreterin für viele andere Pferde) Problematiken untrennbar mit unseren
menschlichen verknüpft sind. Das wir Menschen so unglaublich viel über uns selbst und natürlich unser Gegenüber lernen können, wenn wir uns trauen, unsere vermeintliche Komfortzone zu verlassen. Davon möchte ich erzählen.Außerdem kommt immer wieder Nelli zu Wort.
Wer war Nelli?
Nelli war eine Norikerstute, die im Februar 2014, knapp vierjährig, ihren Weg zu mir fand. In diesen ersten vier Jahren ist so ziemlich alles
schiefgelaufen, was für ein Leben schieflaufen kann. Nach zu frühem Absetzen ( knappe vier Monate) , der „Rettung“ durch eine professionelle Pferderetterin, respektive Händlerin, dem Verkaufan eine sehr nette, aber unbedarfte junge und unerfahrene Besitzerin, schlechter Fütterung (Heulage , Müsli, viele Karotten usw. ) mehrere PSSM Schübe, dadurch immer wieder starke
Muskel Schmerzen.
Dann das „Antrainieren“ durch einem, ich sags mal vorsichtig, professionellen Seilchenschwinger mit
fragwürdigen Spielen, der mit Druck die liebe Nelli gefügig machen wollte.
Psychisch hatte sie sich aufgegeben und beschlossen einfach nur noch agressiv und renitent zu sein. Sie hat getreten (gezielt) gebissen, gerempelt und geschubst; ist aus dem nichts einfach so abgehauen und hat so ziemlichalles zerstört, was ihr unter die Hufe oder in die Zähne kam.
Es hat eine lange Zeit gedauert, einen Zugang zu  dieser wunderbaren Seele zu finden. Geholfen hat dabei auch unsere Herde. Unter Askia’s Führung konnte Nelli sicher sein und ihr Leben neu genießen. In der Herde war sie eine der sozialsten Pferde, die ich jemals kennengelernt habe. Immer bereit zu schützen, zu trösten und zu spielen. Leider hat sich ihr Gesundheitszustand im November 2018 trotz aller Liebe und Bemühungen, sowie natürlich tierärztlicher Begleitung so drastisch verschlechtert, dass ich sie gehen lassen musste. Sie ist im Kreise ihrer Herzensfamilie friedlich eingeschlafen. In den Jahren 2014 bis 2018 hat „Nelli“ Tagebuch
geschrieben, dieses findet sich hier in Auszügen und als Zwiegespräch wider.
Außerdem ist sie ist die Protagonistin und Namensgeberin des Nelli-Prinzip® , denn keine Methode der Welt hätte bei ihr funktioniert.
Nur durch viel Verständnis für ihr Verhalten, unaufgeregtes aber sehr konsequentes Handeln habe ich eine Zugang zu ihr bekommen. Nachfolgend ein kleiner Auszug der Buches:

NELLI:
Heute mag ich es, wenn Zweibeiner kommen.
In den letzten Jahren habe ich gelernt, dass es
viel schöner ist, mit denen statt gegen die zu
sein. Gegen hatte aber auch seine Gründe bei
mir!
Am schönsten ist es, wenn son Zweibein
erstmal Kontakt aufnimmt, indem es auf sich
aufmerksam macht. Das kann durch
Blickkontakt sein, die Stimme spielt eine Rolle,
oder (wichtigstes Utensil) die Energie und
Körpersprache.
Hier bei uns ist es so, dass son Zweibein
reinkommt, meinen Namen ruft, mich anschaut
und erstmal wartet. Mir Zeit gibt. Zu reagieren.
Anfangs bin ich immer weggegangen, oder
hab die umgerempelt oder sogar angegriffen,
weil ich nix mit denen zu tun haben wollte.
Zweibeiner waren für mich Individuen denen
ich nicht vetrauen kann.
Heute ist das anders, ich weiß das mein Name
Nelli ist. Zumindest rufen die immer Nelli wenn
ich kommen soll. Das mache ich nun gerne.
Ich bleibe dann vor dem Zweibein stehen,
damit dieses mir das Halfter aufziehen kann.
( natürlich mit dem Backenhaken nach aussen)
und wir verlassen gemeinsam, in Kontakt
miteinander, meinen Wohnraum.

Claudia:
Wenn ich zu einem Pferd gehe, bin ich höflich,
bewege ich mich doch in seinem Lebensraum.
Höflichkeit ist eine wichtige Sache im Umgang
miteinander.
Ich stelle mir gerne vor, ich befinde mich in
meinem Zimmer, die Tür geht auf und es poltert
jemand, ohne anzuklopfen, herein. Nimmt mich
ungefragt in den Arm, grabscht mir ins Gesicht
oder haut mir auf die Schulter und erwartet, dass
ich mich freue…
Nun, die Freude ist, logisch, getrübt, da es an
Höflichkeit fehlt.
Wieviel schöner wäre es, derjenige hätte
angeklopft, nett gefragt, auf Antwort gewartet und
mich dann gebeten mitzukommen.
So halte ich es auch mit Pferden, vor allem bei
Boxenpferden, die nicht flüchten können. Ich
bedränge sie nicht, sondern warte, bis sie sich mir
zu wenden.
Bin bestimmt in meinen Wünschen, in dem Falle
aufzuhalftern, gestehe meinem Gegenüber
(Pferd), aber die Zeit ein, die es braucht bis es
sich auf mich einlässt und ein Miteinander möglich
ist. Auf der Weide und im Offenstall haben Pferde
natürlicherweise mehr die Möglichkeit zu flüchten,
wenn ihnen etwas oder jemand nicht passt.
Zumeist ist es zuviel Druck und falsches
Positionieren des Menschen. Ohne in wirklichen
Kontakt mit dem Gegenüber zu gehen.
Höflich, aber bestimmt zu fragen.
Hetze Eile, Stress aus dem Alltag oder auch
Selbstdarstellung auf Kosten Dritter ( Quasi einen
auf dicke Hose machen, um andere zu
beeindrucken…). All dies darf und sollte vor
Betreten des Wohnraumes eines Pferdes an der
Garderobe abgegeben werden.
Bedeutung des Lebensraumes:
Wie und wo wer lebt beeinflusst nachdrücklich
sein ganzes Tun und Sein!
Wir Menschen können es uns in den meisten
Fällen aussuchen, wie und wo wir leben. Richten
uns unser Heim gemütlich ein, halten es sauber
und fühlen uns wohl in unserer „Höhle“. Es sei
denn, der Nachbar macht uns das Leben zur
Hölle.. Schaut immer wieder ungefragt durchs
Fenster, klopft, provoziert und frustriert mich
dadurch.